25 Stunden denkt ihr jetzt? Hab ich mich verschrieben? Nein, nicht ganz. Es gibt diesen einen Tag im Jahr der 25 Stunden hat, wenn die Zeit zurückgestellt wird. Und wie könnte es treffender sein – genau diesen Tag habe ich im 25hours Hafencity in Hamburg verbracht. Aber natürlich habe ich für Euch Tipps für ein ganzes Wochenende in der Hansestadt – wäre doch schade nur so kurz in Hamburg zu bleiben.

Wochenendtrip nach Hamburg

Diese Jahr hat es mich bereits zum zweiten Mal nach Hamburg verschlagen. Ich gestehe, als Kind aus dem Süden konnte ich immer wenig mit dem Norden anfangen, doch mittlerweile durfte ich wirklich ein paar tolle Seiten von Hamburg kennen- und schätzen lernen. Hamburg hat den typischen Flair einer Hafenstadt, eine fantastische Restaurant-Szene und bietet unglaublich viel Kultur und tolle Sehenswürdigkeiten. Los gehts, meine Tipps für ein Wochenende in Hamburg.

Hamburg Schlauchboot Tour

25hours Hafencity Hamburg

Hamburg Ahoi

Ich komme gegen Abend in Hamburg an. Das 25hours Hafencity liegt nur 2 U-Bahn-Stationen vom Bahnhof entfernt (mehr zum Hotel verrate ich euch weiter unten). Und wie könnte man besser ins Wochenende starten als mit ein bisschen Erholung: ab in die Hafensauna im 6. Stock. Und als sei das nicht schon genug, aus der Containersauna habt ihr den perfekten Blick auf den Sonnenuntergang über den Docks! Seemannsfeeling pur, nur in erholsam.

Hamburg Kurztrip

Abendessen in der Heimat

Den Abend lassen wir mit einem leckeren Essen direkt im Hotel ausklingen. In der Heimat* fühle ich mich auch sofort daheim – nicht nur weil ich den Wein meiner Schwester auf der Weinkarte finde. Wie klein die Welt zwischen Franken, Berlin und Hamburg doch manchmal ist.

In der Heimat wird regionale und saisonale Küche groß geschrieben: auf den Tisch kommt das Beste aus der deutschen, österreichischen und schweizer Küche – von der Nordsee bis zu den Alpen. Und so verwöhnt uns die Küche mit Kürbissuppe mit eingelegtem Apfel, über nordisches Lachs-Sashimi mit roter Beete, geschmortem Wurzelgemüse, Rinderrücken oder Kürbis-Kartoffelstrudel bis hin zum Kairerschmarrn mit Pflaumen und Vanillesoße. Perfektioniert mit Weinen aus Deutschland. Da die Heimat ausschließlich saisonal kocht, kann es sein, dass ihr in 3 Monaten ein ganz anderes Menü vorfindet. Lohnen wird es sich mit Sicherheit immer.

Der perfekte Tag in Hamburg: Food, Musik, Architektur und Kiezleben

Wir starten den Tag einfach mal mit Essen. Wenn ihr Hamburg abseits der klassischen Tourihotspots erleben wollt, dann…

…ab zur Tastetour

Elisabeth und Anneliese machen die Tastetour in Hamburg seit knapp einem Jahr und ihre ansteckend gute Laune und das Essen machen jeden Hamburg Wochenendtrip noch perfekter. In 4 Stunden lernt ihr 4 Gastor-Perlen der Hamburger Restaurant-Szene und unterschiedliche Geschmäcker kennen. Bis zu 7 Leute passen in den Bus und die Mädels bringen euch gemütlich von einer zur nächsten Leckerei, inklusive ganz viel Hamburg Infos.

Los geht’s auf St. Pauli im Hæbel* mit einer lustig-gediegenen Weinprobe; gefolgt von Burgern bei Otto’s*, den besten Burgern Hamburgs, wie man munkelt. Und da ich als Berlinerin echt mit guten Burgern verwöhnt bin, stimme ich dem direkt zu! Lasst euch auf keinen Fall die (Süßkartoffel)Pommes mit Trüffelmayo entgehen!

In der Perle im Kontorhausviertel* setzt man auf regional, saisonal, nachhaltig und fair – ein Konzept das mir ein Restaurant einfach noch sympathischer macht. Und das ist nicht nur Blabla; ist eine Zutat leer, wird das Gericht von der Karte gestrichen. Je später ihr also kommt, desto kleiner ist die Auswahl. Aber allein für den Kartoffelbrei würde ich sofort wieder von Berlin nach HH fahren. Wie er ihn so fluffig zaubert wollte mir der Chef dann aber nicht verraten. Ach so, und probiert unbedingt den Minz-Koriander-Limetten-Thaibasilikum-Eistee – allein mit welcher Anmut der Chef diesen Namen ausspricht ist die Bestellung wert, ich übe immer noch an diesem Zungenbrecher. Meist sind es doch die kleinen Dinge, die das Ganze zu einem Erlebnis machen.

Und last but not least darf die Nachspeise nicht fehlen. Obwohl ich bereits kurz vor der Völlerei-Schnappatmung stehe, kann ich beim Eis einfach nicht nein sagen. Bei Luicella’s gibt es einfach zu gute Sorten: Likör 43 mit Vanille, Heidelbeer-Lavendel, Mango Lassi, Avocado-Himbeersoße, aber auch Klassiker wie Schoko, Pistazie oder Erdbeer.

Leckerer Eisbecher

Speicherstadt & Hafencity

Nach dieser himmlischen Food-Overdose hilft nur ein ausgedehnter Spaziergang durch die Speicherstadt. Ich liebe die unzähligen Brücken, Wege und Übergänge. Bereits bei unserem Besuch im Frühling haben wir uns hier völlig verloren.

Und immer wieder habt ihr von hier einen fantastischen Blick auf die Elbphilharmonie, womit wir beim nächsten Sightseeing-Highligt angekommen wären.

Hamburgs Elphie: die Elbphilharmonie

Wir hatten das große Glück eine Führung durch die Elbphilharmonie zu bekommen und ich bin noch immer hin und weg. Bereits im Treppenhaus konnte ich mich kaum entscheiden, in welche Richtung ich meine Kamera ausrichten soll, der kleine Konzertsaal hat mich verzückt und im Herz der Elbphilharmonie, dem großen Konzertsaal, war ich nur noch sprachlos.

elbphilharmonie hamburg

elbphilharmonie Hamburg Konzertsaal

Die Architektur ist spektakulär. Ich gestehe, mein liebstes Fotomotiv sind die Fenster im oberen Foyer, die eine völlig abgefahrene Perspektive bieten.

Fotomotiv Elbphilharmonie

Die Aussichtsplattformen bieten windige, doch fantastische Ausblicke auf Hamburg oder den Hafen, lauft unbedingt einmal drum herum. Kurzum, die Elbphilharmonie ist ein Gesamtkunstwerk.

Auf dem Rückweg könnt ihr dann noch beobachten, wie sich die Sonne bei ihrem Abschied in der Elbphilharmonie spiegelt und dann geht es in Hamburg erst richtig los. Ab ins Nachleben!

Elphie im Sonnenuntergang

Eine Nacht in Hamburg

Ein Wochenende im 25hours wäre keins, ohne ein Essen im Neni. Solltet ihr noch nichts vom Neni gehört haben: einst Familienrestaurant am Wiener Naschmarkt (das perfekte Wochenende in Wien habe ich hier beschrieben), hat sich sich der Familienbetrieb in den letzten 10 Jahren zu einem kleinen Food-Imperium entwickelt und Ableger in Berlin, München, Hamburg, Zürich bis Paris und weiteren Städten.

Das Foodkonzept ist einfach: israelisch-ostmediterrane Küche frei nach dem Motto „sharing is caring“. Eben wie in einer Familie, alles kommt auf den Tisch und wird geteilt. Ich liebe das Konzept, so muss man sich nicht entscheiden und kann von allem probieren: Humus (zum reinlegen), Falafel, Marokkanische Zigarren, gelber Beete Salat, Süßkartoffelpommes, Kürbissuppe, Schawarma und, und, und. Lasst euch auf keinen Fall das Babaganoush aus; nirgends schmeckt das gegrilltes Auberginenpüree besser!

Abendessen im Neni

Bevor man noch ins Foodkoma fällt, ein kurzer Locationwechsel. Aber wirklich verdammt kurz: einmal über den Gang rüber, steht ihr in The Boilerman Bar, der perfekte Start ins Hamburger Nachtleben. Gute Drinks, gutes Design, gute Musik aber trotzdem gut zum unterhalten.

Auf der Reeperbahn nachts um halb1…

… was soll ich da noch mehr sagen. Ein Abstecher auf die Reeperbahn darf natürlich auf gar keinen Fall fehlen. Entweder ihr tingelt von Bar zu Bar oder landet doch noch in einem der unzähligen Clubs. Die Kamera habe ich vorsorglich im Zimmer gelassen, das Hamburger Nachtleben müsst ihr euch einfach selbst ansehen.

Tag 2 in Hamburg: Wasser, Spaß und Ausklang

Nach einer langen-kurzen Nacht frühstücken wir in aller Ruhe und ausgiebig. Das Frühstück im 25hours ist einfach ein Highlight selbst. Und auch wenn ich eigentlich noch vom Vorabend satt bin, das darf man einfach nicht auslassen!

Hamburg Hafen

Hamburg vom Wasser

Danach geht’s runter an den Hafen und ab aufs Wasser. eine Sightseeing Tour der ganz besonderen Art: nämlich im Schlauchboot. Mit Vollgas gehts zum Hamburg Sightseeing mit Vollgas, von der Elbphilharmonie bis zum Elbstrand. Habt ihr den Hafen verlassen, braust ihr mit bis zu 90km/h übers Wasser. und das macht soo verdammt viel Spaß! Besser als jede Achterbahn im Freizeitpark, zumindest wenn ihr Wasser und Boote genauso liebt wie ich.

Damit ihr nicht nass werdet, bekommt man extrem hübsche Schutzkleidung verpasst, so wird euch auf dem Boot auch im Herbst nicht kalt. Der Fahrtwind ist teils ganz schön heftig, nehmt euch am besten ein Stirnband für die Ohren mit (und eine Haarbürste für danach). Teils wackelt es schon richtig heftig, wenn ihr Rückenprobleme habt, stellt euch auf alle Fälle in den hinteren Bereich, so lassen sich die Wellen besser abfedern. Die Rib-Piraten sind die einzige Speedboote, die im Hafen fahren dürfen. RIB bedeutet übrigens Rigid Inflatable Boats und das sind solche, die auch die Navy nutzt. Nur so zur Info für die Männer.

Wem die Schlauchboot-Tour zu wild ist, kann alternativ auch ganz gediegen eine Hafenrundfahrt* machen. Wenn ich das nächste Mal in Hamburg bin, will ich unbedingt die Hafenrundfahrt bei Nacht* machen; mit all den Lichtern bestimmt ganz zauberhaft.

Hamburg vom Wasser

Schlauchboottour Hamburg

Pflichtprogramm: Fischbrötchen

Habt ihr wieder festen Boden unter den Füßen, darf ein Spaziergang über die Landungsbrücken nicht fehlen. Und natürlich auch das obligatorische Fischbrötchen nicht. Am Stand 10 sind die verdammt lecker! Da mir dieser Stand schon beim letzten Mal von der Instagram-Community empfohlen worden ist und mich dieses mal gleich 3 Hamburger hingeführt haben, kann ich sagen: ja, der stand wirklich lecker. Und nicht nur ein Tourist.

Fischbroetchen Hamburg

Hamburg unterirdisch & mit Panorama

Neben den Landungsbrücken ist dann auch direkt Zugang zum Alten Elbtunnel. Diesen könnt ihr seit Frühling diesen Jahres wieder zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchqueren. 23,5 Meter unter dem Meeresboden geht es 426,5 Meter von St. Pauli nach Steinwerder. In der Röhre herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, der Spaziergang durch den Tunnel ist irgendwo zwischen faszinierend und beängstigend (wenn man darüber nachdenkt, dass man so tief unter der Elbe durchläuft). Die Wände zieren übrigens 360.000 Fliesen.

Wochenendtrip nach Hamburg

Elbtunnel HamburgMit dem Aufzug geht’s bequem in die Tiefe

Am anderen Ende des Elbtunnel seid ihr direkt an der Aussichtsplattform Steinwerder, die den perfekten Panoramablick auf Hamburg bietet. Von dort könnt ihr entweder weiter zum Stage Theater laufen oder einfach durch den Elbtunnel zurück, um noch ein bisschen mehr von St. Pauli, der Speicherstadt oder die Hafencity zu erkunden.

Blick auf Hamburg

Ausflugstipps HamburgEiner der letzten Fischer auf der Elbe

Tipps für ein verlängertes Wochenende in Hamburg

Und zack, ist ein Wochenende in Hamburg auch schon wieder vorbei. Das nächste Mal muss ich unbedingt noch einen dritten Tag dranhängen und ein langes Wochenende in Hamburg bleiben. Ihr habt mir über Instagram nämlich so viele Nachrichten geschickt und einfach viel zu viele tolle Dinge empfohlen – und die stehen jetzt auf meiner To-Do-Liste für den nächsten Hamburg-Trip:

  • Fischauktionshalle

  • Miniaturwunderland

  • Kaffee in der Strandperle in Övelgönne

  • Shoppen und Kaffee trinken im Eppendorfer Baum

  • Isemarkt (am Freitag)

Hamburg hat mich in diesem Jahr jedenfalls sehr positiv überrascht und ich war sicherlich nicht zum letzten mal hier. Was bleibt mir also weiter zu sagen als Hamburg Ahoi!

Unterwegs in Hamburg:

Hamburg hat ein wirklich gut ausgebautes Nahverkehrsnetz und wir waren das ganze Wochenende mit den Öffis unterwegs. Mit der Hamburg Card* könnt ihr nicht nur die Busse und Bahnen der HVV nutzen, sondern auch die Hafenfähre an den Landungsbrücken und eine kostenlose Stadtrundfahrt mit der Buslinie 111. Außerdem bekommt ihr in zahlreichen Museen und Sehenswürdigkeiten Rabatt. Die Tageskarten kosten ab 10,50 Euro; ganz besonders ist attraktiv finde ich das Gruppenticket für bis zu 5 Personen.

Übernachten in Hamburg: 25 hours Hotel HafenCity

Die 25hours Hotels sind ja je nach Stadt unterschiedlich gestaltet. In Berlin ist es der Zoo, in München der altehrwürdige, königliche Adel. Und wie sollte es in Hamburg anders sein – im 25hours HafenCity ist alles durch und durch maritim inspiriert. Was auch sonst, direkt am Hamburger Hafen. Das Motto: Fernweh und Heimweh.

25hours Hamburg Hafencity

Seefahrt wird in Hamburg groß geschrieben und wer die 25hours Hotels kennt, weiß dass jedes Haus ein eigenes Motto hat. In Berlin ist es der Zoo, in München die royale Vergangenheit des alten Königreichs Bayern. Und in Hamburg eben der Hafen: mit Überseecontainern, gemütlichen Kojen, Seemannsgarn und Geschichten von Seefahrern. Die Geschichten könnt ihr übrigens und den Logbüchern in eurem Zimmer nachlesen und wer mag kann eine echte Flaschenpost verschicken. Das 25hours Hotel verspricht euch nicht nur Geschichten, ihr bekommt Erlebnisse, was ihr draus macht, bleibt euch überlassen.

Uebernachten in Hamburg

Im Hotel könnt ihr euch übrigens Fahrräder ausleihen. Wie lässt sich eine Stadt einfacher erkunden als auf dem Bike. Seid ihr mit Kids unterwegs, gibts auch ein Lastenfahrrad. Ist das Wetter euch zu mies oder der Weg zu weit, könnt ihr Euch auch für ein paar Stunden kostenlos einen Mini ausleihen und damit durch die Stadt flitzen.

In Hamburg gibt es übrigens gleich drei Häuser: das HafenCity, das Alte Hafenamt und das Number One, dort wo alles einst begann, mit dem ersten Hotel einer langen Geschichte.

Und wenn ihr jetzt richtig Lust auf Hamburg und eine Auszeit im 25hours Hotel habt, dann schaut doch mal hier: mit dem Code 25EVAEXPLORA bekommt ihr 15% Rabatt auf eure Buchung (egal wo in welche Stadt ihr euren Kurztrip bucht).

Warst du schon mal in Hamburg und hast Tipps für meinen nächsten Kurztrip? Oder hast du Fragen für deinen Wochenendtrip? Lass uns gerne einen Kommentar da. 

*Die Links mit dem (*) hinten dran sind sogenannte Affiliate-Links. Klickst du sie und kaufst oder buchst etwas (recht egal was), dann bekomme ich dafür eine kleine Belohnung vom Anbieter. Du zahlst die ganz normalen Preise und hilfst mir damit ein ganz klein wenig mein Budget aufzubessern. Dabei hilft mir jeder Klick – VIELEN DANK FÜR DEINE UNTERSTÜTZUNG!