Kieselsteine aus Lava, endlose Wüste, schwarze Buchten, raue Wellen und weiße Sandstrände. Berge, Schluchten und Vulkane. Und ewiger Frühling. Fuerteventura ist eine der schönsten und abwechslungsreichsten Inseln die ich je gesehen habe. Und binnen weniger Tage habe ich mich vollends verliebt.

Nationalpark Jandía

Ihr wisst, ich habe eine Schwäche für Inseln. Doch diesmal war es gar nicht so geplant. Eigentlich wollte ich nur meinen Geburtstag am Meer feiern. Am Strand, bei Sonne und Cocktails. Das war eigentlich schon letztes Jahr mein Plan gewesen, stattdessen gerieten wir dann aber auf über 5000 Metern in Bolivien in einen ziemlich frostigen Schneesturm. Nein, dieses Mal also wirklich Sonne! Und deshalb hat mich Max kurzerhand mit einer Reise nach Fuerteventura überrascht. Und die Insel selbst hat uns noch viel mehr überrascht. Knapp eine Woche waren wir auf der kanarischen Insel unterwegs und es war eindeutig zu kurz. Wohin also auf Fuerteventura, welche Orte solltet ihr auf keinen Fall verpassen? Ich verrate euch, wo wir am leckersten gegessen haben, welche Strände ich am tollsten fand und was ihr auf Fuerteventura alles entdecken könnt.

Die Insel

Fuerteventura ist Abenteuer pur, wunderschöne Natur, atemberaubende Ausblicke. Meterhohe Wellen deren Gischt über die Klippen spritzt, Salz in der Luft, Wind in den Haaren. Surfparadies, Windsurf- und Tauchspot; ebenso findet man aber auch einsame Wanderrouten. Es ist touristisch und europäisch komfortabel, dennoch findet man verlassene Routen, abenteuerliche Wanderungen und einsame Strände. Die spanischen Tapas und ein gutes Glas Sangria machen das Ganze nahezu perfekt. Abwechslungsreicher kann eine Insel kaum sein.

Außerdem sprechen noch ein paar mehr Gründe für eine Reise nach Fuerteventura: Die spanische Insel liegt etwa 100km von der marokkanischen Küste entfernt und bietet daher das ganze Jahr über angenehm, mildes Klima. Selbst in den Wintermonaten liegen die Temperaturen oft bei rund 20 Grad, in den Sommermonaten bei etwa 30 Grad, wegen des Winds fühlt es sich aber nicht allzu heiß an. Die Kanaren sind übrigens der Ort mit den meisten Sonnenstunden in Europa, was ziemlich perfekt klingt wie ich finde. Ihr könnt einfach mit Euro zahlen und wer ein wenig spanisch spricht, kann problemlos mit den Einheimischen plaudern. Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren und das offizielle Wappentier ist eine Ziege – süß, oder. Ziegen gibt es auf Fuerteventura übrigens mehr als genug, ebenso wie Streifenhörnchen, Windmühlen und Aloe Vera Pflanzen, Palmen und Kakteen. Der Fotomotiv-Faktor ist also hoch.

Ziege Wappentier von Fuerteventura

Unterwegs auf Fuerteventura:

Am besten mietet man auf Fuerteventura ein Auto. So ist man flexibel und kann problemlos überall hinfahren. Die Preise sind teils unschlagbar, wir haben nur etwa 12 Euro pro Tag gezahlt. Allerdings würde ich euch raten, ein bißchen mehr auszugeben und einen etwas größeren bzw. robusteren Wagen zu mieten. An viele Strände kommt man nur über unbefestigte Straßen und auch im Landesinneren gibt es tolle Offroad-Strecken – getreu dem Motte: je unwegsamer der Ort erreichbar ist, desto schöner ist es.

schotterpiste

Theoretisch hätten wir mit unserem Autochen gar nicht über unbefestigte Straßen fahren dürfen und haben jedes Mal ein wenig gezittert; zum Glück ist aber alles gut gegangen. Und unterschätzt die Insel nicht, Fuerteventura ist größer als man denkt. Zwar ist die Insel nur knapp 100 Kilometer lang, trotzdem ist man zum ein oder anderen Strand im Süden auch mal 2 Stunden unterwegs. Und keine Angst, es gibt auch zu Genüge geteerte und befestigte Straßen.

geteerte straße

Der Norden: Dünen, weiße Strände und Mondlandschaften

Corralejo

DER Surfspot im Norden der Insel. Und natürlich haben wir uns hier niedergelassen. Eigentlich wollte ich auch ein paar Tage surfen gehen, aber da ich mich mit einer fiesen Erkältung rumgeschlagen habe, war mir nicht so sehr nach eiskaltem Wasser und dickem Neoprenanzug. Trotzdem kann ich Corralejo wirklich empfehlen – zumindest den Altort rund um den Hafen. Kleine Bars, traditionelle Tapasläden, hübsche Restaurants und eine lange Strandpromenade – typisch spanisches Leben. Corralejo als schnuckelig zu bezeichnen wäre vielleicht etwas übertrieben, aber es ist angenehm und hübsch. Es lässt sich gut leben. Meine liebsten Restaurants findet ihr am Ende des Artikels.

Corralejo

Tapas

Ich hatte vorab von Ballermann-Vergleichen gelesen und konnte dies gar nicht mit dem netten Ort zusammenbringen. Als wir jedoch zufällig im Stadtzentrum landeten (einmal im Kreisel falsch abgebogen) erklärte sich das: Fastfood-Restaurants, Ramschläden, Touri-Bars und Reiseanbieter reihen sich aneinander. Mittendrin ein riesiges Einkaufszentrum. Wer’s mag, kein Ding. Wir waren ziemlich froh, im Viertel um den Hafen zu wohnen.

Altstadt von Corralejo

Sand soweit das Auge reicht: las Dunas de Corralejo

Plötzlich hat man das Gefühl in der Wüste zu stehen. Majestät erheben sich die Dünen über dem Meer, kilometerweit zieht sich der feine weiße Sandstrand. Auf der anderen Seite: Sandberge und Steppe, schier endlos ziehen sich die Sanddünen ins Landesinnere.

Sand und Dünen

Dünen vor Corralejo

Einer der schönsten Orte auf Fuerteventura ist das Dünengebiet El Jable im Naturschutzgebiet Parque Natural de Corralejo. Unzählige Wanderdünen, die durch Wind und Wetter ständig ihre Formen verändern, versprechen Wüstenfeeling pur. Ich liebe Wüsten und selbst nach mehreren Wüstenbesuchen in Mauretanien, Abu Dhabi, Vietnam und Peru faszinieren mich diese Sandlandschaften nach wie vor. Die Dünenlandschaft ist heute Nationalpark und steht unter Naturschutz. Einziges Manko, mitten in der sandigen Landschaft ragen zwei klotzige Riu Hotels aus den Dünen; die wurden bereits in den 70er Jahren gebaut, das Bauverbot kam erst ein paar Jahre später. Wir waren sowohl zum Sonnenuntergang als auch zum Sonnenaufgang dort. Was schöner ist? Schwer zu sagen.

Sonnenuntergang in den Dünen

Sonnenaufgang Corralejo

Corralejo ist windig

Strände rund um Corralejo

Rund um Corralejo findet ihr kilometerlange weiße Sandstrände. Das Wasser ist türkisblau und am Strand ist mehr Platz als genug. Einzig die vielen FKK’ler, die plötzlich hinter ihren windgeschützten Steinnestern auftauchten, fand ich etwas kurios. Am Waikiki Beach, der direkt an der Strandpromenade liegt, kann es tagsüber ziemlich voll werden. Wenn ihr Richtung Dünen fahrt, findet ihr jedoch große, teils einsame Strände. Je weiter ihr euch von Corralejo entfernt, desto einsamer werden die Strände.

  • Flagbeach

  • Grandes Playas

  • Playa de los Matos

  • Playa del Moro

Liveguard

Strand vor Corralejo

Lajares

Die selbsternannte Surf-Hauptstadt der Insel mit jeder Menge Surfshops und Surfschulen. Was wirklich amüsant ist, da der idyllische Ort im Landesinneren liegt. Zum Meer ist es natürlich trotzdem nicht weit und man erreicht die beliebten Surfspots North Shore, El Cortillo und Corralejo auf kurzer Fahrt. An der Hauptstraße liegen einige Bars und Restaurants. Der Ort ist hübsch und belebt, lädt zum Bummeln ein ohne jedoch zu touristisch zu sein. Massentourismus Fehlanzeige, stattdessen entspanntes spanisches Leben.

Barranco De Los Encantados, eine Mondlanschaft

Ein ausgetrocknetes Flussbett, das an einen Mix aus Mondlandschaft und die Canyons in Arizona erinnert. Spätestens als Max mir beim Frühstück dieses Bild unter die Nase hält, war klar: da müssen wir hin!

Schlucht in Barranco De Los Encantados
Zugegeben, die Anfahrt ist alles andere als einfach (kleiner Vermerk an mich: das nächste mal buchen wir wirklich einen Geländewagen oder zumindest irgendwas das mehr als 20 cm breite Reifen hat), man kommt nur über Schotterpisten hin. Teils sind die in ziemlich miesem Zustand, teils nur so breit wie ein Feldweg. Da unser Autochen nicht allzu Offroad-fest war, mussten wir einige Umwege nehmen; knapp zwei Stunden später (eingeplant waren 30 Min. Fahrtzeit) standen wir aber tatsächlich am Eingang des ausgetrockneten Flussbetts. Die Bewertungen bei Google reichen von „sind einfach nur Steine“ bis „überwältigend“. Ich tendiere zu Letzterem. Denn je weiter man ins Flussbett hineinwandert, desto abgefahrener wird die Landschaft. Während man am Anfang also tatsächlich erst mal an ziemlich vielen Steinen entlang wandert, verändert sich die Landschaft tief im alten Flussbett mehr und mehr. Biegt auch mal in die  Seitenarme ab, dort finden sich echte Highlights.

Mondlanschaft

Canyon auf Fuerteventura

Packt euch unbedingt genug Wasser ein, es kann gut heiß werden. Und achtet auf die Formationen, manche sind nur aus Sand und brechen zusammen wenn man sie betritt, es wäre schade, wenn diese Landschaft kaputt gehen würde.

Kanyon Fuerteventura

Flussbett Fuerteventura

El Cortillo, der malerischste Ort der Insel

Picturesque. Genau dieses Wort beschreibt El Cortillo. Ein ganz süßer, malerischer, hübscher kleiner Ort mit magischen Sonnenuntergängen an der Westküste von Fuerteventura. Nahe dem Meer reihen sich die Häuser eng aneinander, die winzigen Gässchen laden zum schlendern ein und überall findet man Kunst. Wandgemälde von Wellen, Unterwasserbildern, Fischern. El Cortillo lebt vom Meer und mit dem Meer. Je nach Gezeiten gibt es einen wunderschönen Sandstrand oder felsige Lavaklippen die scharf aus dem Wasser ragen. Den Sonnenuntergang solltet ihr auf gar keinen Fall verpassen. Wir waren so begeistert, dass wir gleich zwei Abende dort verbracht haben.

Sonnenuntergang in El Cortillo

El Cortillo

Im Restaurant La Vaca Azul hat man eine wunderschöne Aussicht auf’s Meer und den Sonnenuntergang. Weshalb das Fischrestaurant allerdings „die blaue Kuh“ heißt, konnte ich nicht herausfinden, der Fisch ist jedoch wirklich lecker. Wenn möglich, reserviert vorab. Ansonsten bekommt ihr nur mit viel Glück einen Tisch mit Meerblick.

Der Westen: Malerische Dörfer & schwarzer Sand

An Tag zwei haben wir eine Tour an die Westküste gemacht. Eigentlich wollten wir nur an den Strand nach Ajuy. Dort kamen wir aber erst gegen 16 Uhr an, weil wir so viele Fotostopps gemacht haben. Statt an der Küste über die FV-3 sind wir durch die Berge gefahren. Über die FV-101 nach La Oliva, weiter über die FV-207 mit einigen Aussichtspunkten und über den Bergpass (FV-30). Welche Orte ihr im Westen von Fuerteventura auf keinen Fall verpassen solltet:

Betancuria

Ein wirklich malerisches Örtchen. Malerisch und winzig. Es gibt eine Kirche, ein Museum und vermutlich mehr Restaurants als Wohnhäuser. Dabei ist es der historisch bedeutsamste Ort der Insel – Betancuria war nämlich einst Hauptstadt von Fuerteventura. Was man sich bei diesem niedlichen Örtchen mit seinen 5 Strassen und rund 700 Einwohnern kaum vorstellen kann. In einem Tal gelegen, von majestätischen Bergen umschlossen, wirkt Betancuria fast ein wenig wie eine Oase: weiße Häuser zwischen Palmen, grünen Feldern und pinken Blumen.

Betancuria

Leckere Tapas gibt’s im Casa del Queso, dort solltet ihr auf keinen Fall den gebackenen Ziegenkäse verpassen und auch die Piemientos waren genau auf den Punkt.

Kirchturm von Betancuria

Aussicht über Aussicht

Die Bergstrasse zwischen Betancuria und Pajara ist ebenso malerisch. Nur ganz anders. Karge Landschaften, rote Berge, Schluchten, unberührte Natur. Wir haben auf der Strecke bestimmt vier mal angehalten und zig Bilder gemacht. Ich hoffe nur, ihr seid „fahrfest“ – die Straße ist schmal und die Serpentinen ordentlich. Aber die Aussicht ist überragend.

Aussichtspunkt

Bergpass auf Fuerteventura

Ajuy – der schwarze Strand

Playa Ajuy ist auf alle Fälle einer der schönsten Strände der Insel. Dieser Kontrast zwischen der weißen Brandung und dem schwarzen Vulkansand: unbeschreiblich schön! Die Wellen sind teils heftig. Die Natur wie gemalt.

schwarze Strand

Ajuy selbst ist ein winziges, süßes Fischerdorf. Am Wochenende kommen auch viele Spanier zum Sonnen und Baden an den Strand. Rechts, direkt neben dem Strand, führt ein Weg auf die Klippen hoch und man kann zu den Höhlen von Ajuy wandern. Die Aussicht ist wunderschön. Und hätte sich nicht eine dicke Wolke vor die Sonne geschoben, wäre der Sonnenuntergang vermutlich unbeschreiblich geworden.

Höhlen Ajuy

Der Süden

Barranco de Pecenescal

Spätestens als ich gelesen habe, dass auf Teneriffa für Star Wars gedreht wurde, wollte ich dort hin. Die Landschaften in den Filmen sind jedesmal so spektakulär wie surreal und ein Besuch lohnt sich fast immer (ich sag nur Uyuni-Wüste und “Die letzten Jedi”; wer jemals dort war, wird sich den Film allein wegen diesen Szenen anschauen). Also sind wir ins Pecenescal Tal gefahren. Dumm nur, wenn man einen Nissan Micra als Mietauto hat und den Zusatz im Mietvertrag, dass es verboten ist auf unbefestigten Straßen zu fahren. Ein Geländewagen wäre auch hier hilfreich gewesen. Daher haben wir nur einen kleinen Eindruck vom Tal bekommen. Was wir gesehen haben hat sich aber gelohnt.

Starwars Drehort

Barranco de Pecenescal

Allzu viele scheinen das Tal auch nicht zu besuchen, die Bauarbeiter an der Wegkreuzung schauten und leicht irritiert an. Wenn ihr schon mal dort wart, lasst mich wissen, ob es sich lohnt tiefer ins Tal zu fahren.

Risco del Paso

Nicht weit entfernt liegt der Playa Risco del Paso – ein sehr langer, sehr schöner weißer Sandstrand, der einfach zu erreichen ist. Tagsüber tummeln sich zahlreiche Kitesurfer dort. Der Wind bläst einem ordentlich um die Ohren, der Strand ist trotzdem wunderschön. Bei Ebbe kommt die vorgelagerte Sandbank zum Vorschein.

Sonnenuntergang in Risco del Paso

Morro Jable

Der touristische Hotspot im Süden von Fuerteventura. Feinste Hotelklötze neben Supermärkten und Shoppingmalls. Der Ort hat uns ehrlich gesagt nicht wirklich begeistert; zugegeben, wir waren auch nur sehr, sehr kurz da. Vermutlich weil uns der erste Anblick eher abgeschreckt hat. Bis wir über die Hauptstrasse von Morro Jable gefahren sind, konnten wir nicht ganz nachvollziehen, weshalb Fuerteventura als so touristisch gilt. Kurz hinter dem Ortsschild konnten wir es dann verstehen. Dafür gibt’s hier sicherlich alles.

Der Südwesten: einsame Strände und Natur pur im Nationalpark Jandía

Um in den Südwesten von Fuerteventura (oder zum Leuchtturm an die Südspitze) zu gelangen gibt es hinter Morro Jable nur einen Weg: eine unbefestigte Schotterpiste.  Aufgrund von Erzählungen hatten wir uns die Straße weitaus schlimmer vorgestellt (ich sag’s mal so: für europäische Verhältnisse ist es ein unbefestigter Feldweg, in Mittel- und Südamerika würde man es als gut ausgebaute Straße bezeichnen). Mit etwa 30 km/h zockeln wir also ziemlich lang über den holprigen Weg und genießen die eindrucksvolle Landschaft. 19 Kilometer lang schlängelt sich die Schotterpiste durch die Berge, doch glaubt mir, am Ende ist es jedes Schlagloch wert.

schotterpiste

El Cofete im Nationalpark El Jandia

Eigentlich wollten wir zum Roque del Moro, ein im Meer stehender Stein und toller Strand davor, der auf dem Weg zur Playa Cofete liegt. Was wir allerdings nicht wussten; um dorthin zu kommen, muss man einen unbefestigten Wanderweg über die Klippen nehmen; oder am Strand einen ziemlich langen Fußmarsch zurücklegen. Und einen Parkplatz um das Auto abzustellen gibt’s an der Stelle auch nicht. Also haben wir kurzerhand beschlossen, direkt zur Playa Cofete weiterzufahren, nachdem wir schon gut 19 Kilometer lang Schotter, Schlaglöchern und Staub hinter uns gebracht hatten. Wenn man schon mal da ist… Verpasst auf keinen Fall den Aussichtspunkt auf dem Berggipfel. Und passt auf, wenn ihr die Autotür aufmacht, der Wind ist echt heftig.

Nationalpark Jandía Fuertaventura

Aussichtspunkt vor Jandía

Hinter dem Gipfel schlängelt sich ein noch mieserer, noch kurvigerer Weg den Berg hinunter. Doch für die Aussichten, die einem präsentiert werden, würden wir die Strecke sofort wieder entlangjuckeln.

Ausblick auf die Küste

Und auch der Strand, die Playa Cofete, ist die holprige Anfahrt wert. Ein sehr großer, sehr weißer Sandstrand zieht sich kilometerweit an der Küste entlang. Umgeben von dramatisch roten, weißen und grauen Bergen. Die Wellen sind meterhoch und man könnte stundenlang zusehen wie sie sich auftürmen und an den Strand rollen. Baden ist hier übrigens verboten, die Brandung ist viel zu gefährlich!

Langer Sandstrand

Jandía Strand

Nationalpark Jandía

Direkt neben dem Parkplatz ist ein winziger Friedhof. Ziemlich hübscher Ort für die letzte Ruhe. Und scheinbar hält hier auch der öffentliche Bus (zumindest ist dort die Bushaltestelle).

Friedhof mit Bushaltestelle

Auf dem Hang über dem Strand erhebt sich majestätisch die Villa Winter. Ein wunderschönes, palastähnliches Herrenhaus, um das sich jede Menge Gerüchte ranken. Gustav Winter, ein deutscher Ingenieur hat die Villa in den 30er Jahren errichtet und ob er nun einen geheimen Uboot-Hafen errichten wollte oder Nazi-Größen nach dem Weltkrieg dort versteckt hat – man weiß es einfach nicht. Fest steht jedoch, der Ausblick von seinem Haus ist auch heute noch spektakulär. Einen Teil der Villa kann man mittlerweile auch besichtigen.

Haus mit dunkler Vergangenheit

Essen in Corralejo: unsere Restaurant-Tipps

  • La Lonja
    Eine typisch spanische Tapas-Bar direkt am Hafen. Man trifft sowohl Einheimische als auch Touristen. Das Essen ist wirklich lecker und die Portionen groß. Im La Lonja gibt’s auf alle Fälle die leckersten Patatas der Insel. Die kleinen Kartoffeln mit roter Soße (die man so überall auf der Insel bekommt) haben die beste Konsistenz und die Portion ist riesig! Auch die Baby Squids und den gegrillte Oktopus kann ich nur empfehlen. Bestellt jeweils eine halbe Ration, das ist mehr als ausreichend.
    Geöffnet tagsüber bis ca. 20:30 Uhr.

    La Lonja

  • Tanta Luna
    Pasta und kreative Fischküche. Ein etwas gehobeneres Restaurant, das aber jeden Euro wert ist. Am besten vorab reservieren.

  • Tapas Oscar
    Ein Mix aus gutem Restaurant und Tapas. Das Essen ist lecker. Probiert auf alle Fälle das Fisch-Tatar. Und der Sangria ist nicht zu verachten.
    Neben Tapas gibt es auch verschiedene Hauptgerichte. Das Restaurant ist groß und meist bekommt man nach kurzer Wartezeit einen Platz.

    Fisch-Tatar

  • Los Compadres 
    Die Tapas-Bar wurde uns mehr als einmal empfohlen, leider hatten sie aber Ferien. Lasst mich wissen, wenn ihr sie ausprobiert habt.

Reisetipps Fuerteventura: Hotel & Mietwagen

Wir haben wie fast immer auch unsere Fuerteventura-Reise individuell und selbst gebucht. Unsere Flüge haben wir über Skyscanner* gesucht und gebucht, da man dort den größten Spielraum zwecks Zeiträumen hat. Fuerteventura hat nur einen Flughafen (was völlig ausreicht), der an der Ostküste der Insel liegt. In den Norden nach Corralejo braucht ihr mit dem Auto von dort ca. 30 Minuten, in den Süden und Westen seid ihr ca. eine Stunde unterwegs. Die Flugzeit von Deutschland nach Fuerteventura beträgt ca. 5 Stunden.

Anflug auf Fuerteventura

Übernachten auf Fuerteventura: unsere Hoteltipps

Wir haben im Surfing Colores Corralejo* gewohnt.
Es gibt einen schönen Innenhof mit Pool und jeder Menge Liegestühlen und Beachhuts. Es gibt Apartments mit eigener Küche und im Nebengebäude nagelneue Zimmer mit Meerblick. Diese sind einiges luxuriöser und wenn ihr keine eigene Küche braucht, kann ich sie euch echt empfehlen! Das Frühstück ist gut, es gibt viel Auswahl und auch gesunde Dinge. Und die Mitarbeiter sind wirklich freundlich, nett und zuvorkommend. Die Lage ist ruhig im Hafenviertel und zu Fuß erreicht man viele Restaurants. Eine Straße weiter ist ein großer Supermarkt. Wir würden sofort wieder hier buchen!

Außerdem hatten wir diese Unterkünfte in der engeren Auswahl (die aber leider nicht für unseren kompletten Zeitraum verfügbar waren):

Mietwagen auf Fuerteventura

Wir haben unseren Mietwagen über Check24* gebucht. Hier kann man einfach die Preise vergleichen und findet echte Schnäppchen. Die Anmietung lief über den Anbieter Orlando, der Standort ist ca. 5 Minuten vom Flughafen entfernt, was aber kein Problem ist, es gibt einen Shuttlebus. Der Mietpreis war ein echtes Schnäppchen, dafür war aber die Kaution relativ hoch. Aufgrund der Straßenverhältnisse würde euch wirklich empfehlen nicht die kleinste Kategorie zu buchen. Und checkt vor allem die Bedingungen, ob ihr auf unbefestigten Straßen fahren dürft, wir haben jedes mal um unsere Kaution gebangt; das geht sicherlich auch entspannter.

Mietwagen auf Fuerteventura

Pauschalreise nach Fuerteventura?

Wenn ihr lieber eine Pauschalreise buchen wollt, funktioniert das natürlich ebenso. Gerade für die Kanaren gibt es ein riesiges Angebot und teils richtig gute Schnäppchen. Auf alle Fälle empfiehlt es sich, die Angebote zu vergleichen. Ich mag hierfür die Vergleichsplattform Check24* sehr gerne, da sie sämtliche große und kleine Reiseveranstalter vergleicht. Außerdem gibt es fast immer einen Gutschein wenn man sich ein Profil zulegt. In Zeiten von Reiseveranstalter-Pleiten ist natürlich der große Vorteil bei einer Pauschalreise, dass ihr einen Sicherungsschein bekommt. Heißt, geht der Veranstalter pleite, bekommt ihr zumindest euer Geld zurück oder wenn ihr bereits unterwegs seid, ist euer Rücktransport gesichert.

Urlaub in Spanien

Fuerteventura hat uns mehr als überrascht und ist wirklich eine Reise wert. Es gibt unglaublich tolle Strände, gutes Essen und extrem abwechslungsreiche Landschaften. Die Natur hat uns immer wieder an die spektakulären Bergformationen in Peru und Bolivien erinnert. Nur dass die Insel wesentlich einfacher zu erreichen ist. Ich habe auf alle Fälle eine weitere Lieblingsinsel in Spanien gefunden.

Warst du schon mal auf Fuerteventura und wie hat dir die Insel gefallen? Lass uns doch gerne einen Kommentar da. 

*Die Links mit dem (*) hinten dran sind sogenannte Affiliate-Links. Klickst du sie und kaufst oder buchst etwas (recht egal was), dann bekomme ich dafür eine kleine Belohnung vom Anbieter. Du zahlst die ganz normalen Preise und hilfst mir damit ein ganz klein wenig mein Budget aufzubessern. Dabei hilft mir jeder Klick – VIELEN DANK FÜR DEINE UNTERSTÜTZUNG!