Glückliche Elefanten – auf Safari in Udawalawe

Happy Elephants – ja man sieht Elefanten tatsächlich an, ob sie glücklich oder traurig sind. Und traurige Elefanten sind irgendwie doppelt traurig. Wenn ihr also einen rundum-glücklich-Tag mit glücklichen Elefanten und Dauergrinsen im Gesicht (in eurem und dem der Elefanten) erleben wollt, dann ab in den Nationalpark von Udawalawe in Sri Lanka. Unser Tag dort, war eines der schönsten Erlebnisse auf der Insel.

Und das vor allem, nachdem wir gesehen hatten, wie schlimm man die Elefanten im vermeintlichen Elefantenwaisenhaus von Pinnawala behandelt werden. Mit dieser Erfahrung im Hintergrund waren wir auch in Udawalawe skeptisch. Geht es ihnen im Nationalpark wirklich besser? Die Antwort ist leicht: Ja!

In Sri Lanka gibt es 14 Nationalparks. Um Elefanten zu beobachten eignen sich vor allem Yala, Minneriya und Udawalawe. Eigentlich wollten wir in den bekanntesten, nach Yala. Doch dann hörte ich von Besuchermassen und Jeepstaus. Wir ändern also ziemlich kurzfristig unsere Pläne und steigen in den Bus nach Udawalawe anstatt nach Yala. Die beste Entscheidung!

Planänderung auf Planänderung – von Morgen- zu Abendsafari

Nachdem wir unsere Pläne also von Yala hin zu Udawalawe geändert hatten, erwartet uns unmittelbar nach der Ankunft im Guesthouse die Nächste Entscheidung. Eigentlich wollten wir zur Morgensafari um 5:30 Uhr in den Park. Als wir aber überraschend früh gegen 13:30 Uhr im Guesthouse ankommen, empfiehlt uns der Chef direkt zu gehen. Mittags sei besser. Hm, irgendwie hatte ich nur Berichte über Morgensafaris gehört. Andererseits, wenn’s jetzt auch gut ist? Und ausserdem müssten wir dann morgen nicht zu dieser furchtbaren Zeit aufstehen.

Na gut, wir sind ja flexibel, lassen uns überzeugen und sitzen schon um 14:30 Uhr auf dem Jeep und brausen Richtung Nationalpark. Und diese Entscheidung haben wir nicht bereut. Der Nachmittag im Park war spektakulär. Wir haben etwa 40 Elefanten gesehen, unsere Zimmernachbar am nächsten Morgen nur 6! Fragt am besten in der Unterkunft nach, die Guides wissen es meist am besten. Seid flexibel. Und ansonsten empfehle ich euch den Nachmittag!

Im Jeep Richtung Nationalpark
Die Straße zum Nationalpark
Steffi im Jeep
Der Fahrtwind bläst ganz schön hoch oben auf dem Jeep 

Tiere so weit das Auge reicht

Den ersten Eindruck davon, was uns erwarten würde, bekommen wir schon auf dem Weg zum Park. Da steht doch tatsächlich ein quietschvergnügter Elefant am Rande der Straße und lässt den Rüssel über die Parkbegrenzung baumeln und Mäht das Gras nach Belieben. Schon hier sind wir in Love.

Essen
Das Gras schmeckt hier überall – da lässt man sich nicht von den Parkgrenzen aufhalten

Und auch als wir im Park ankommen sind die Elefanten ganz klar die absoluten Highlights. Wir hatten sogar das Glück zwei Herden inklusive Elefantenbaby zu sehen. #schockverliebt 💞  Und das war nur der krönende Abschluss nach 3 aufregenden Stunden!

Elefantenbaby
Einfach ZU süß. Hätte das Kleine am liebsten mitgekommen

Wir konnten an diesem Tag zahlreiche Elefanten beobachten: spielend zu zweit, allein, grasend in der Herden. Elefanten, die sich gegenseitig am Schwanz ziehen, die sich mit Wasser bespritzen oder sich durch die Gegend schieben. Es ist einfach nur reine Freude, diesen gemütlichen Tieren zuzusehen. Teilweise konnten wir mit unseren Jeeps direkt neben den Elefanten anhalten und sie beobachten. Aber keine Angst, die Guides fahren nicht näher an die Elefanten heran als es gut für sie wäre. Aussteigen ist natürlich verboten.

Elefanten beim Schrubben
Spaß hat man hier gemeinsam 

Elefant
Essen können die Elefanten gut – mir sehr sympathisch 

Und neben Elefanten gibt es noch jede Menge andere Tiere zu beobachten. Seltene Vögel (deren Name ich nicht mehr erinnere, auf alle Fälle aber Adler und kleine grüne Papageien). Affen auf den Bäumen und Echsen die über die Wege huschen. Wasserbüffel die ihre Nase gerade so weit aus dem See schieben, damit sie noch Luft bekommen. Daneben Krokodile. Ja, ziemlich fette Krokodile! Manche lagen gemütlich am Ufer rum, bei anderen konnte man nur die Nasenlöcher im Wasser ausmachen. An einem Tümpel zählten wir 15! Da ist man doch ganz froh in einem Jeep zu sitzen. Ausserdem habe ich noch nie so viele Pfauen gesehen (leider wollte uns keiner sein wunderschönes Rad zeigen). Einzig die Leoparden haben sich nicht blicken lassen. Ich hatte so gehofft, aber sie zu finden scheint wirklich die absolute Ausnahme in Udawalawe zu sein. Nächstes Mal dann eben.

Besuchermassen? Nicht im Udawalawe Nationanlpark!

Klar ist man auch im Nationalpark in Udawalawe nicht allein. An manchen Stellen sammelten sich die Touristen in den Jeeps, das waren aber maximal 10 Autos. Und das ist auch nur einmal vorgekommen. An vielen Stellen waren wir komplett alleine und konnten in allerdings Ruhe die Tiere beobachten. Jeeprennen, wer als erste beim nächsten Tier ist, haben wir glücklicherweise nicht erlebt.

Jeep Stau
Kleinere Jeepstaus wie diese waren die absolute Seltenheit

Happy Elephants, happy us

Und nun noch ein Wort zu den Elefanten im Udawalawe Nationalpark. Nachdem wir zuvor das sehr unschöne Erlebnis in Pinnawala hatten, konnte man den Unterschied mit eigenen Augen sehen. Die Elefanten im Nationalpark sahen wirklich glücklich aus (Bild Links). Sie spielten miteinander, grasten, schubsten sich durch die Gegend und zogen sich gegenseitig am Rüssel. Elefanten so beobachten zu können war wirklich ein wunderschönes Erlebnis! Alles ganz anders als in Pinnawalla (Bild Rechts).

Und nein, im Nationalpark ist es weder erlaubt die Elefanten zu füttern, noch auf ihnen zu reiten! (Diese Frage wurde mir tatsächlich gestellt!) Ganz generell: bitte haltet von Elefantenreiten Abstand! Egal wo, egal wie. Auch wenn die Tiere riesig sind und es scheint, als sei es ein leichtes für sie einen Menschen zu transportieren, es ist nicht gut für sie! Ein glücklicher, wildlebender Elefant würde ohnehin niemals zulassen, dass man auf ihm reitet.

Wo bucht man die Safari und was kostet das?

Wir haben unsere Safari in unserem Guesthouse*gebucht und waren richtig happy damit! Unser Guide sprach zwar nicht allzu viel Englisch, zeigte uns aber unzählige Tiere. Den ein oder anderen Vogelnamen konnten wir anhand eines kleinen Heftchens, das er uns zeigte, herausfinden. Ja, wir hatten wirklich Spaß!

3 Stunden kosten 3000 Rs pro Jeep (weil wir an dem Tag die einzigen Interessenten waren, hatten wir unseren eigenen Jeep und konnten so für Fotos im Wagen hin und her flitzen). 4 Stunden kosten 4000 Rs (da der Park um 18 Uhr schließt, blieb es bei 3 Stunden, was aber völlig ausreicht. Dank der unbefestigsten Wege fühlt man sich manchmal mehr wie in einer Achterbahn als in einem Auto).

Der Eintritt in den Nationalpark kostet 3500 Rs pro Person. Mit Abstand das teuerste an der Safari. Das Ticket gilt für den ganzen Tag, ihr könnt also auch zwei Safaris an einem Tag machen.

Wer nicht über sein Guesthouse buchen möchte, findet am Parkeingang genügend Angebote.

Insta-Story zu unserem Besuch im Udawalawe Nationalpark:

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2018-06-03T19:56:44+00:00 19. April 2018|Tags: |0 Kommentare

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