Wenn ich an Sri Lanka denke, denke ich an die Farbe Grün: grüne Felder, grüne Wälder, grüne Palmenhaine. Reisfelder und endlose Teeplantagen. An lächelnde Menschen und gutes Essen. An weiße, einsame Sandstrände, das Rauschen der Wellen und blaues, kristallklares Wasser. An wilde Tiere. Sri Lanka überzeugt vor allem mit seiner Vielfalt. Sri Lanka ist entspannt, zauberhaft und einfach nur schön (und wenn man wie ich gerade aus Indien kommt, kommt es einem vermutlich umso friedlicher vor). Viele bezeichnen Sri Lanka als Indien light, was ich gar nicht so empfunden habe. Es hat zwar die ein oder andere kulturelle Ähnlichkeit, die Menschen, die Umgangsarten und der Vibe sind jedoch sehr anders – viel entspannter. Bereits nach wenigen Tagen hat das Inselchen mein Herz erobert, es passt einfach alles.

19 Tage waren wir auf Sri Lanka und hätten es problemlos noch länger ausgehalten. Die Insel ist eine echte Perle und es gibt so viel zu entdecken. Unsere Sri Lanka Rundreise führte uns von der Hauptstadt Colombo einmal durch Zentral Sri Lanka bis runter in den Süden. Den Norden und Osten haben wir leider komplett ausgelassen. Unseren Trip kann man recht entspannt auch in 10-14 Tagen schaffen. Von Kultur, Bergen, wilden Tieren und Sandstränden – unsere Sri Lanka Reiseroute:

Ankommen in Negombo

Negombo, ein kleiner Ort am Meer, nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt.
Da wir erst kurz vor Mitternacht landen, haben wir uns eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens gesucht. Negombo liegt nur 9 Kilometer entfernt, nach Colombo wären es 30 Kilometer gewesen. Wir landen mit unserem Guesthouse den Jackpot und verbringen einen herrlich relaxten Tag (und planen mal unseren Sri Lanka Trip). Der Strand ist nicht der schönste auf der Insel, erfüllt aber seinen Zweck, wie auch der Rest des Örtchens. Wir wollen einfach einen Tag durchschnaufen bevor wir ins Hochland starten. Ein perfekter Ort um anzukommen.

Strand Negombo

Ins Hochland nach Kandy

Die Stadt in die man schon allein des Namens wegens muss: Kääändi. Klingt wie die leckerste Süßigkeit und bietet sich perfekt für Ausflüge und Sightseeing an. In Kandy direkt gibt es zwei Dinge zu tun: den weißen Buddha und den Zahntempel besuchen. Allerdings hat uns der See mitten in der Stadt und das Gewusel in den Altstadtgassen auch sehr gut gefallen.

Kandy von oben

Der Zahntempel in Kandy

Richtig gehört, man hat hier tatsächlich einen Tempel für Buddhas Zahn (oder Zahnstückchen) gebaut. Ziemlich skurril irgendwie, aber man findet diese Tempel in ganz Asien. Buddha scheint recht viele Zähne verloren zu haben.

Fazit: Kann man machen, man verpasst aber auch nicht allzu viel wenn man den Tempel nicht von innen sieht.
Eintritt: 1500 Rs (ca 8€).

Der Weiße Buddha

Da fanden wir den weißen Marmor-Buddha schon wesentlich sehenswerter. Mit einer Größe von 27 Metern thront er auf einem Berg über der Stadt und ist kaum zu übersehen. Besonders hübsch erscheint er bei Sonnenuntergang vom See aus.
Eintritt: 250 Rs (ca. 1,30€).

White Buddha Kandy

Das könnt ihr von Kandy aus entdecken:

Zunächst ein Hinweis, was ich euch nicht empfehlen kann: das Elefantenwaisenhaus in Pinnawalla besuchen. Wir haben einen Ausflug dorthin gemacht und es war ganz furchtbar. Statt Waisenhaus sollte man es in Zirkus umbenennen. Den Tieren geht es dort nicht gut, spart euch den Ausflug und besucht stattdessen einen der Nationalparks (dazu mehr unten).

Eine Teefabrik besuchen:

Sri Lanka ist das Land des Tees und so wollten wir uns auch die Herstellung ansehen. Um Kandy herum gibt es jede Menge kleine Teefabriken, die zu einer Besichtigung einladen. In der Fabrik bekamen wir eine kleine Führung und wir konnten uns anstehen, wie man Tee herstellt – von der Verarbeitung der frischen Blätter bis hin zum Tee wie wir ihn kennen. Für Teefans wie mich wirklich ein tolles Erlebnis und für Nicht-Teeliebhaber spannend. Oftmals schürt man die Öfen noch mit Feuerholz und die Maschinen sind so alt, dass man ehr das Gefühl hat in einem Museum zu sein. Aber hey, es funktioniert. Und das Ergebnis ist echt lecker. Sri Lanka ist übrigens der größte Tee-Exporteur der Welt!
Der Besuch in den kleinen Teefabriken ist meist kostenlos. Dafür gibt es am Ende einen Shop, in dem man ein Päckchen (oder mehrere) Tee kaufen kann. Man wird aber auch nicht gezwungen etwas zu kaufen (und kann höflicherweise ein kleines Trinkgeld da lassen).

Tagestrip zum berühmten Lions Rock (Sigiriya) oder Pindurangala Felsen:

Am einfachsten kommt man mit einem privaten Fahrer hin, am günstigsten mit dem Bus (dann sollte man aber bereits um 5 Uhr morgens aufbrechen). An dieser Stelle eine kleine Warnung: der Lions Rock kostet mittlerweile satte 30 US$ Eintritt! Wesentlich günstiger ist es, den Pindurangala Felsen zu erklimmen, hier zahlt man nur etwa 500 Rs (2,60€). Außerdem hat man dann den Lions Rock im Bild.

  • 3 Nächte in Kandy (wer keinen Ausflug ins Umland machen möchte, dem reichen locker 1-2 Nächte)

  • Hotel: Shady Nook Inn*

Ella – Teeplantagen und eine Eisenbahnbrücke

Dieser winzige Ort inmitten von Teeplantagen und Bergen. Ein bißchen erinnert Ella mich an Ubud auf Bali oder Tulum in Mexico. Aber nur ein bißchen. Ella ist viel, viel kleiner und eigentlich alles andere als hübsch. Ein Mix aus Tradition, Tourismus, Hippies und Hipstern, mit einer großen Portion Wohlfühlcharakter. Ella sollte man in Sri Lanka nicht auslassen. Die Ruhe, die kühle, klare Luft im Hochland und das endlose grün der Teeplantagen wirken Wunder. Was wir in Ella alles gemacht haben, findet ihr hier: Ella, der zauberhafteste Ort in Sri Lankas Hochland.

Happy Elephants in Udawalawe

Lasst euch die Safari im Udawalawe Nationalpark auf keinen Fall entgehen! Es war eins der schönsten Erlebnisse auf Sri Lanka und nur daran zu denken zaubert mir bereits ein fettes Grinsen ins Gesicht. Hier findet ihr alles zu unserer Elefanten-Safari im Nationalpark Udawalawe.

Elefantensafari in Sri Lanka

Beachtime in Tangalle

Ach was habe ich mich seit Wochen schon auf den Strand gefreut. Und dann das! Ein Strand wie aus dem Bilderbuch. Feiner Sand, grüne Palmen, türkisblaues Wasser und kaum Menschen. Wir verbringen zwei herrlich faule Tage am Traumstrand. (Und bereuen es im Nachhinein ein klitzekleines bisschen nicht länger geblieben zu sein, der Amanwella Beach war mit Abstand der schönste, den wir auf Sri Lanka entdeckt haben).

  • 2 Nächte in Tangalle, das nächste Mal würden wir länger bleiben; wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig

Strand Amanwella

Beach-Hotspot Mirissa

Was hatten uns alle von Mirissa vorgeschwärmt… Ja, es ist hübsch, aber nach unserem kleinen Ausflug ins Paradies (aka an den Amanwella Strand in Tangalle) war ich nicht ganz so sehr in Love. Und etwas überrascht über die überschwänglichen Empfehlungen. Versteht mich nicht falsch, der Strand ist hübsch, aber es kann ganz schön voll werden, einsame, lauschige Eckchen unter Palmen sucht man vergebens. Dafür gibt’s jede Menge Beachbars und Restaurants. Perfekt, um den Tag am Meer ausklingen zu lassen.

Mirissa Palmenhain
Ein Ausflug zu den Walen darf in Mirissa auf keinen Fall fehlen. Und auch sonst gibt es einiges zu entdecken.

Unawantuna – hipper Müßiggang, Strandschaukeln und Palmen

Ein Strandörtchen mit jeder Menge hippen Restaurants, Beachbars, Waffel- und Smoothiebowl-Läden. Unawantuna hat diesen entspannten Vibe. Kein aufgebrezelter Schnickschnack, sondern sandige Füße und gechillte Cafés. Und genauso haben wir unsere Tage dort verbracht.

Strandausflug Sri Lanka

Schwingt euch auf den Roller und fahrt an die schönsten Strände, trinkt Kaffe, schleckt ein Eis und gönnt euch zum Frühstück einen Smoothiebowl. Geht tauchen, Surfen oder werft euch einfach in die Wellen. In Unawatuna braucht man keine Uhr, die Tage sind zeitlos. Im Umkreis findet ihr Traumstrände, Surfspots und das süßeste Kolonialstädtchen der Insel.

  • 3 Nächte in Unawantuna (eigentlich waren 4 Nächte geplant, wegen des Nationalfeiertags fuhren aber keine Züge und Busse weshalb wir einen Tag früher gen Flughafen weiter ziehen).

Palmenschaukel Sri Lanka

Galle – malerisches Kolonialstädtchen zwischen Hippness und Tradition

Von Unawatuna haben wir einen Ausflug nach Galle gemacht und ein paar Stunden in Galle Fort verbracht, einem süßen Viertel am Meer. Der niederländisch-europäische Einfluss ist an jeder Ecke spürbar. Es gibt viele kleine Läden zum Shoppen und noch mehr hippe Cafés und Restaurants. Galle wurde 2004 heftig vom Tsunami getroffen und an vielen Ecken sieht man das noch immer. Zwischen hübsch renovierten Häusern stehen verlassene Ruinen, vom Meer gezeichnet. Doch gerade das macht den besonderen Charme von Galle Fort aus wie ich finde. Die Vergangenheit ist allgegenwärtig und erinnert an die weniger guten Zeiten Sri Lankas. Doch Galle – die größte Stadt an der Südküste Sri Lankas – ist mehr als nur das Viertel Galle Fort. Die eigentliche Stadt ist wuselig und lebhaft; zwischen westlichen Läden findet man traditionelle Märkte, Street Food und das typische Gewusel asiatischer Städte. Die Häuser sind nicht so hübsch renoviert wie im Fort und man trifft kaum Touristen. Da der Busbahnhof zwischen Galle Fort und der eigentlichen Stadt liegt, kann ich euch einen Abstecher nur empfehlen. Galle hat uns wirklich sehr gut gefallen, zum Wohnen mochte ich aber Unawantuna mit seinem unverkennbaren Beachflair lieber.

Leutturm in Galle

Und dann sind wir schon wieder in Negombo. Verbringen einen sandig-stürmischen Feiertag am Meer und wundern uns weshalb wir dieses wunderschöne Land nicht schon früher entdeckt haben. Bis bald Sri Lanka, wir kommen auf alle Fälle wieder!

schoenste Straende SriLanka

Warst du schon mal auf Sri Lanka? Welchen Ort magst du am liebsten? Noch mehr Infos für deine Rundreise durch Sri Lanka, Insidertipps und alle Artikel findest du auf unserer Sri Lanka Seite

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