ueber-mich 2017-10-02T20:37:16+00:00

Willkommen bei EvaExplora!

Hi, ich bin Steffi. Was macht man am besten, wenn man einen Traumjob hat, in einer tollen Dachwohnung in Berlin wohnt und frisch verheiratet ist? Ganz genau, man lässt alles hinter sich (außer dem Ehemann – der darf mitkommen) und reist ohne Plan um die Welt. Das ist meine Story in zwei Sätzen. Wenn Du ein wenig mehr über mich und meinen Reiseblog erfahren möchtest – dann bitte hier entlang.

Long story long

Was mein Mann und ich tun, bezeichnen viele Menschen als „Traum“ und die meisten davon glauben, dass so etwas für sie komplett unmöglich sei. Das dachte ich auch sehr lange. Gerade weil das so ist und ich gelernt habe, dass fast immer viel mehr möglich ist, als man denkt, will ich hier meine Geschichte erzählen.

„Was wünschen sie sich denn? Sie haben doch bestimmt alles!“

Wenige Worte können manchmal viel auslösen. Mich haben genau diese wenigen Worte damlas sehr sehr nachdenklich gemacht. Wer hätte der Frau verübeln können, was sie zu mir sagte. In ihren Augen hatte ich alles. Und irgendwie hatte sie ja sogar Recht. Es geht mir gut! Ich habe ein gutes Leben. Eine schöne Wohnung in Berlin. Einen guten und sogar abwechslungsreichen und spannenden Job – viele würden sogar von einem Traumjob sprechen. Ich arbeite als Fernsehreporterin, bin in Berlin, Deutschland und der Welt unterwegs, stehe regelmäßig als Reporterin vor der Kamera für ein Magazin, das Abend für Abend Hunderttausende Zuschauer verfolgen.

Dazu noch meinen Traummann an meiner Seite, der beruflich ebenso erfolgreich ist (nicht beim Fernsehen, aber auch was mit Medien). Es geht uns gut!

Und trotzdem ist da immer diese leise Stimme im Hinterkopf „Das ist’s jetzt?“ Da muss doch noch mehr sein… Das kann’s doch nicht gewesen sein? 

Denn ich will mehr. Ich will die Welt sehen. Schon lange trage ich diesen Wunsch mit mir herum. Doch nie ist der richtige Zeitpunkt, nie genug Zeit dafür.

Sie haben doch bestimmt schon alles!

So richtig zum Nachdenken bringt mich dann im Frühjahr besagte Protagonistin mit ihrer Frage. Sie hat bei einem Gewinnspiel gewonnen – einen wirklichen Herzenswunsch erfüllt bekommen. Schon seit 8 Jahren spart sie, doch nie hat’s gereicht. Weil immer etwas anderes dazwischenkam. Der Alltag, das Leben. Jetzt bekommt sie ihren Herzenswunsch erfüllt und ist so dankbar und glücklich, dass ich mich einfach nur für sie freuen kann. Wir plaudern nach dem Dreh noch ein wenig miteinander und ohne mir etwas dabei zu denken, sage ich „Mensch, da muss ich auch glatt mal mitmachen!“ Da schaut sie mich mit großen Augen an und sagt: „Aber warum? Was wünschen Sie sich denn? Sie haben doch bestimmt schon alles!“

Was sollte ich da sagen? Kaufen konnte ich mir sicher viel und in den Augen der Frau sogar sehr viel. Im Großen und Ganzen geht es uns sehr gut.

Und doch ist da ist dieser eine Gedanke, dieser eine Wunsch: Zeit! Zeit, die Welt zu sehen und zu entdecken. Und die Freiheit, dies tun zu können. Mal raus zu kommen ohne das Gefühl zu haben, dass ich nach einem zweiwöchigen Urlaub schon wieder im Hamsterrad vor mich hintrippel. Einmal raus, einmal unvernünftig, frei sein! Einmal Zeit für die Dinge, die man wirklich tun möchte.

„Hätte ich mal…“ ist der traurigste Satz der Welt

Aber ständig kommt dieser Alltag dazwischen. Ich schiebe Träume auf – auf später. Jetzt ist gerade keine Zeit dafür. Für die Reise nach Panama, wo ich seit Jahren hinmöchte; für den Ausflug an den See; eine Fahrt in die Heimat, die Familie besuchen – ist ja noch so viel Zeit, sind ja alle fit, können wir auch später machen. Es bleibt so viel zu tun. Mein Leben ist ein Wartezimmer. Ein Warten auf den perfekten Moment. An dem alles passt, für alles Zeit ist. Doch diesen Moment gibt es einfach nicht. Immer ist etwas scheinbar wichtiger. Also bleibt nur zu sagen: „jetzt“!

Das kannst du doch später machen, sagt eine Freundin. Dafür hast du später Zeit und auch mehr Geld, wenn du vorgesorgt hast, erst mal arbeiten und sich was aufbauen. Doch wer sagt mir eigentlich, wann dieses später ist?

Jedes Mal, wenn im Radio Asaf Avidan & The Mojos höre, zucke ich zusammen:

„One day baby, we’ll be old, oh Baby we’ll be old and think of all the stories that we could have told“

Was wir alles hätten tun können… Ich glaube der traurigste Satz auf dieser Welt ist, „hätte ich mal…“

Nicht morgen, jetzt! Sofort!

Aber wir haben doch eigentlich nichts zu verlieren. Wir können selbst wählen.

Ja, es heißt immer, das Beste kommt zum Schluss. Nur wann ist das?! Bei vielen ist ganz plötzlich und ganz schnell Schluss. Die kleine Ansage mit ein paar Wochen Vorlauf, in denen man dann doch noch alles nachholen könnte, gibt es leider nicht.

Und unsere Zeit ist definitiv irgendwann vorbei.

Warum also aufschieben? Lass uns Leben! Nicht später, nicht nächste Woche. Nicht morgen. Jetzt. Sofort!

Wir haben unsere Sehnsucht lange genug vor uns hergeschoben. Und deshalb haben wir die Entscheidung getroffen: wir erfüllen uns unseren Traum! Es war nicht ganz leicht, aber wir haben unsere guten Jobs eingetauscht gegen die Freiheit. Das große Fernsehpublikum gegen den kleinen Reiseblog (ein bißchen was mit Medien muss auch weiterhin sein). Unsere gemütliche Wohnung gegen zwei Backpacks, die Highheels und Lederschuhe gegen FlipFlops und Sneekers, die Comfortzone gegen die Welt.

Mark Twain schrieb einmal:

In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke.

In 20 Jahren bin ich ganz schön alt. Und was bis dahin passiert, kann ich jetzt ohnehin nicht sagen. Also fordern wir den Zufall heraus und suchen unser Glück.

Denn Planen ist nichts für uns – weder für Max noch für mich. Was wir tun ist oft spontan, manchmal dumm, aber meistens haben wir am Ende Spaß. Und deshalb will ich dich mitnehmen und hoffe auch dir Spaß zu machen. Das Leben ist schön und voller Entdeckungen. Auf EvaExplora entdecken wir die Welt und hoffen, dass Du etwas davon mitnimmst, Spaß, Inspiration, Fernweh oder einfach nur ein bißchen Freude an der Welt. Ich freue mich jedenfalls, wenn Du ab und zu mal hier vorbeischaust. Am besten gleich, nicht erst später. Denn dieses später ist echt nicht unser Freund.

Wir ziehen los ins Abenteuer. Mit dem Ziel vor Augen: vor uns die Welt 

Bis gleich

Deine Steffi