Liebeserklärung an meine Trauminsel Siargao

Oh Siargao, du Perle. Du Traum im Paradies. Du hast im Sturm mein Herz erobert.

Eigentlich sollte ich direkt an dieser Stelle aufhören zu schwärmen. Denn Siargao, dieses Inselchen im Osten der Philippinen ist bislang noch relativ verschont geblieben vom Massentourismus. Doch es wäre unfair, dieses Juwel zu verheimlichen. Ich dachte schon Cebu und Siquijor seien meine neuen Lieblingsinseln. Das Nonplusultra in Sachen Sonne, Strand und Meer. Doch Siargao hat mich vollkommen erwischt. Umgehauen. Ich bin verliebt. Verliebt in diese magische Insel.

Siagaro Cloud9
Einfach traumhaft diese Insel

Siargao – Surfspot mit traumhaften Restaurants

Siargao ist die entspannteste Insel der Philippinen und definitiv die mit dem besten Essen! Und es ist DER Surfspot der Philippinen! Allein diese Kurzfassung hat mein Herz höher schlagen lassen. Aber halt, auch wenn du nicht surfst lies weiter – es kommt nämlich noch viel besser. Auch für Nicht-Surfer ist es das Paradies (das kann Max als überzeugter Nicht-Surfer bestätigen). Es gibt einsame Strände, traumhafte Natur, Palmen so weit das Auge reicht und gutes Essen – hatte ich das schon erwähnt?! Richtig, richtig gutes Essen. Das beste Essen, das wir auf den Philippinen hatten!

essen auf siargao
Früchte und Smoothiebowls hatten wir auf den Philippinen nur auf Siargao

Ich liebe diesen ganz besonderen Vibe von Surforten. Egal wo auf dieser Welt, Surfspots haben diese entspannte Atmosphäre, diese Lässigkeit, dieses Feeling das mich einfach nur glücklich macht.

siagaro feeling auf einem Schild

Die kleine Insel im Osten der Philippinen ist noch recht ursprünglich. Dichte Palmenwälder überziehen die Insel, hier und da schlängelt sich eine Strasse entlang, dazwischen kleine Dörfer mit bunt geschmückten Hauptstrassen. Männer reiten auf Büffeln durchs Dorf und Kinder wirken einem lachend zu.

Straße auf Siagaro

büffel
Büffel sieht man auf Siargao überall 

Auf anhieb entspannt

Auf Siargao gehen die Uhren ein bisschen langsamer und kaum hat man die Insel betreten geht diese Tiefenentspannung auf einen über.

Entspannen am Strand

Fünf Nächte sind wir geblieben, definitiv viel zu kurz! Schon bei der Abreise hatte ich Sehnsucht nach der Insel. Wir hätten es noch weitaus länger hier aushalten können, doch ausgerechnet hier hatten wir schon das Rückfahrtticket gebucht (was sich auf jeden Fall anbietet, da man das Tickt nicht auf der Insel selbst kaufen kann).

Surf eat sleep repeat

Wer nach Siargao kommt, dem rate ich das Surfen zumindest einmal auszuprobieren (oder es so viel wie irgend möglich zu machen). Ich selbst habe vor ein paar Jahren damit angefangen und Siargao war ein perfekter Spot. Es gibt Anfängerspots, Fortgeschrittenen und die Cloud 9 für absolute Pros. Im Herbst findet hier sogar der Worldcup statt. An die Cloud 9 habe ich mich selbst nicht getraut, dafür kann man den richtigen Pros von der Aussichtsplattform zuschauen.

Surfer auf Siagaro
Auf der Suche nach der perfekten Welle – auf Siargao kommt man der Sache schon sehr nahe

Große Wellen
Wellen hat die Insel genug – man muss nur den Mut haben sie zu surfen

Zu einigen Spots muss man mit dem Boot rausfahren. Fragt am besten in der Unterkunft oder dem Surfbrettverleih nach, wann und wo die besten Wellen für euer Level sind. Die Jungs und Mädels kennen sich bestens aus. Ich selbst war bei Kermits und kann das nur empfehlen.

Aber wie schon erwähnt, wer mit Surfen nichts anfangen kann, bekommt auf Siargao trotzdem keinen Inselkoller.

Top3 To-Dos für Nicht-Surfer:

  1. Genieße die Strände

    Mein neues Lieblingswort : Beach-Bitches. Und die kommen auf Siargao auf ihre Kosten. Wer Strände liebt ist hier richtig. Und ich liebe ich schöne Strände abgöttisch – wenn es dann auch noch Surfspot nebenan gibt, ist es das Paradies … Die Strände sind relativ leer. Nur wenige scheinen sich an den Strand zu verirren und so hat man manch einen ganz für sich alleine.

    Strand

    strandhütten

  2. Island-Hopping

    Ja, schon wieder Inselhopping. Aber es loooohnt sich! Rund um Siargao sind Inselchen von denen man nur träumen kann! Eine Inselhopping Tour gehört zum Pflichtprogramm. Und brauche ich bei diesen Bildern noch mehr sagen?!

    Naked island
    Naked Island ist so klein, dass man buchstäblich drüberspurcken kann

    Island hopping siargao
    Die Inseln um Siargao sind einfach traumhaft

    Wir haben die Tour übrigens auf eigene Faust gemacht – alles dazu und noch mehr Trauminsel-Fotos findest du hier! Natürlich kann man auch die Touren bieten – allen voran MySiargao Guide wurde uns hier immer wieder ans Herz gelegt und ist super nett (leider hatten Sie gerade nicht die Tour die wir wollten – sonst hätten wir sie gebucht).

  3. Ein Rollertrip zu den Rockpools

    Eigentlich heißen die Magpopongko oder auch Magpupungko Pools, aber wer kann das schon aussprechen. Und wie der Name schon sagt, findet man hier Pools im Wasser, natürlich mit Wasser.

    Rockpools mit Stein

    Bei Ebbe bilden sich aus den Steinformationen in der Lagune natürliche Pools – man muss also pünktlich sein! Sonst hat man die Low Tide verpasst. An manchen Tagen sieht man die Rockpools besser an anderen schlechter, da es in der Low Tide auch noch mal Unterschiede gibt.

    Rockpools mit tiefe

    RockpoolsAm besten einfach die Locals fragen wann der beste Tag für einen Besuch ist. Am Rand der Lagune brechen sich die Wellen meterhoch. Es ist verrückt, dass man so nah vor riesigen Wellen stehen kann, aber trotzdem nicht getroffen wird. Irgendwie aber auch ein wenig beängstigend. Und sobald die Flug einsetzt kann es ganz schön wild werden.

    Steffi in Rockpools
    Neben den Rock Pools gibt es einen sehr schönen Strand. Viele Philippinos kommen am Wochenende mit Sack und Pack (heißt der kompletten Verwandtschaft und massenweise Essen) und verbringen den ganzen Tag dort.Für den nächsten Besuch

Zur Sugba Lagoon oder nach Bucas Grande haben wir es aufgrund des doch recht wechselhaften Wetters leider nicht mehr geschafft. Bei schlechtem Wetter ist das Wasser nämlich nur halb so türkis, haben wir uns sagen lassen und dafür war uns dann doch zu weit. Und irgendeinen Grund braucht man doch auch für den nächsten Trip…

Ich hoffe dass Siargao noch ganz lange so bleibt wie es ist. Mit seinem ursprünglichen Charme und der Gelassenheit. Und das nächste Mal bleibe ich einfach länger.

Was sonst noch gut ist zu wissen:

Fortbewegung:

Wir haben uns auf Siargao einen Roller gemietet. So ist man mobil und kann die Insel auf eigene Faust erkunden (wer surfen will – unbedingt darauf achten, dass es eine Boardhalterung gibt). Es mag recht deutsch klingen, aber besteht auf einem Helm! Obwohl es nicht allzu viel Verkehr auf Siargao gibt, passieren ständig schlimme Unfälle. Und die Chancen (schnell) in ein halbwegs passables Krankenhaus zu kommen sind ehr gering! Wir haben echt ein paar Horrorstories gehört. Selbst Einheimische haben uns erzählt, dass sie nicht verstehen können, wenn Leute ohne Helm fahren. Leider tun es rund 90%. Wir hatten echt harte Diskussionen mit unserer Vermieterin, die keine Helme hatte und uns erklärte, „it’s OK!“ (und sehr perplex war als wir ihr erklären, dass das es nicht ok sei).

Essen:

Das Essen auf den Philippinen hat nicht den besten Ruf. Obwohl es wirklich leckere Gericht gibt, wie Adobo oder Stuffed Squid. Allerdings hatten wir auch richtig mieses Essen, sowohl im Straßenrestaurant als auch im überteuerten Strandresort. Eigentlich gabs auf jeder Insel mindestens einen Reinfall – bis auf Siargao. Siargao ist der absolute Foodhimmel! Das ist ein weiterer Vorteil an Surfspots: es gibt gutes und gesundes Essen! Immer. Egal wo.

Gerade weil das Essen SO gut war, habe ich einen eigenen Artikel nur dazu geschrieben. Hier kannst Du meine absoluten Tipps zum Thema Essen auf Siargao lesen.

Wohnen :

Der Hotspot der Surferszene ist General Luna, ein kleiner Ort der sich an der Ostküste entlang zieht. Und selbst wenn ihr nicht surft, empfehle ich den Ort – es gibt super süße Hotels und unglaublich gute Restaurants.
Wir haben im Pesangan Surfcamp gewohnt. Der Name ist ein wenig übertrieben. Man kann dort Bretter leihen, der Rest ist einfach nur schöner Klang. Zum Wohnen absolut OK, Budgetbungalows für 20-25€ pro Nacht. Das Beste ist die große Terrasse mit Sofa und Hängematte.
Das Personal ist nett und hilft gerne weiter. Und das Internet funktioniert auch (auf Siargao übrigens unglaublich gut, hingegen auf Palawan nahezu gar nicht).

Der Top-Spot in General Luna ist das Kermit. Dort gibt es auch einen großen Boardverleih und jede Menge Lehrer. Allerdings ist das Kermit meistens ausgebucht – hier sollte man mindestens 8 Wochen vorher buchen! Täglich gibts Yogastunden und das Essen ist himmlisch! Ebenso gut haben uns die Bungalows im Bravo gefallen. Leider natürlich auch ausgebucht (selbst der Dorm).

Wer in einem der angesagten Surfcamps unterkommen will, sollte also weit im Voraus buchen. Ansonsten findet man auf der Insel aber auch genügend andere Unterkünfte.

Wetter:

Anders als im Rest der Philippinen ist hier zwischen April und Juni Hochsaison. Die beste Zeit zum Surfen ist von August bis November, aber auch in den anderen Monaten sind die Wellen fantastisch! Wir waren Anfang April auf Siargao und das Wetter war ein bißchen wechselhaft. Wir hatten alles – von kurzen Schauern, sintflutartigen Regenfällen bis hin zu strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag über.

Anreise:

Siargao liegt nicht unbedingt auf der gängigen Route. Aber vielleicht macht das gerade das Besondere aus. Auch wenn die Anreise etwas mühsamer ist – es lohnt sich! Um nach Siargao zu kommen, gibt es genau zwei Möglichkeiten:

  1. Anreise mit dem Flugzeug:
    Am einfachsten kommt man mit dem Flugzeug von Cebu nach Siargao. Bucht man im Voraus gibt es richtig günstige Tickets. Allerdings ist die Ankunft nicht immer garantiert, denn wenn das Wetter schlecht ist, landet die Maschine nicht, da die Bahn so kurz ist (nein, eigentlich will man das gar nicht wissen). Die Piloten bekommen nur zwei Versuche. Klappt es dabei nicht mit der Landung, geht’s zurück zum Startflughafen. Es kann also passieren, dass man auf Siargao auch mal hängen bleibt – eine Woche nach unserem Aufenthalt ist das passiert – über Ostern war das Wetter so wechselhaft, dass es kein Weiterkommen mehr gab. Alternativ kann man auch nach Surigao (Nachbarinsel) fliegen und von dort mit der Fähre weiter nach Siargao.
  2. Anreise mit der Fähre:
    Wir haben die Nachtfähre von Cebu nach Siargao genommen. Gegen 19 Uhr legt sie ab und kommt am nächsten Morgen auf Surigao an. Von Surigao gibt es genau zwei Fähren nach Siargao – um 5 Uhr und um 11 Uhr morgens (danach muss man eine private Bootsfahrt verhandeln oder übernachten). Mit ein bisschen Wetter-Glück bekommt man direkt die frühe Fähre, wir waren allerdings erst gegen 8 Uhr auf Surigao. Wann man wo ankommt, ist immer ein bißchen Glückssache. Die Fähre geht auch bei Wetter wenn die Flugzeuge streiken, allerdings würde ich das nicht unbedingt empfehlen. Unsere Überfahrten waren mehr als turbulent: von Sturm, betenden Menschen, schreienden Kampfhähnen und einem Leck im Rumpf hat man uns viel für’s Geld geboten!

2017-07-30T06:29:00+00:00 17. Mai 2017|

2 Kommentare

  1. Urs 5. August 2017 um 7:14 Uhr - Antworten

    Schön, sehr schön geschrieben liebe Eva. Bin ich froh dass du die besseren Worte findest als ich 😉
    Auch wir sind als nicht-Surfer absolut faszi iniert vom Vibe auf Siargao.
    Zuletzt habe ich ein solches Gefühl vor 20 Jahren in Boracay gehabt. Irgendwie hast du es geschafft, alles in bessere Worte zu verpacken als ich, dafür danke ich dir. Siargao bleibt hoffentlich noch lange „abseits der gängigen Routen“ um die Einzigartigkeit zu bewahren !!
    LG, urs

    • Steffi 7. August 2017 um 22:37 Uhr - Antworten

      Lieber Urs,
      das ist ganz lieb von dir. Freue mich riesig über das liebe Feedback. Lass uns Siargao im Herzen behalten und hoffe, dass es noch lange so bleibt wie es ist.
      Grüße, Steffi

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