Vorbereitung auf deine Kubareise: 4 Dinge die Du wissen solltest

Wer nach Kuba reist, der muss sich über ein paar Sachen schon vor der Reise informieren. Damit gemeint ist nicht nur die Reiseroute (die sich oftmals von ganz allein ergibt). Vielmehr hat Kuba so einige Eigenarten, über die man sich noch vor der Reise informieren sollte. Hier die vier wichtigsten Infos rund um Einreise, Geld, Sprache und Sicherheit.

  • Brauche ich ein Visum für Kuba?

Um in Cuba einzureisen braucht man eine sogenannte Touristenkarte, man könnte sagen die kubanische Variante eines Visums. In Deutschland kann man diese so gut wie immer am Flughafen am Schalter der Airline kaufen. 25€ kostet der Spaß. Aber Vorsicht beim Ausfüllen: Wenn man sich verschreibt wird die Karte ungültig und man muss eine neue kaufen!

Natürlich kann man die Karte auch im Internet bestellen oder bei der Botschaft abholen, diesen Aufwand kann man sich – zumindest als Deutscher Staatsbürger – aber sparen. Auf Kuba selbst gab es vor den Zollschaltern auch einen kleinen Stand, an dem man die Karte kaufen konnte. Darauf würde ich mich aber nicht unbedingt verlassen. Bis vor ein paar Jahren musste man bei der Ausreise auch noch mal 25€ bezahlen – die fallen durch die Touristenkarte nun weg.

Visum KubaTouristenkarte statt Visum; diese konnten wir problemlos am Flughafen kaufen
  • Wie zahle ich auf Kuba?

In Kuba gibt es zwei Währungen. CUC und CUP. Mit der einen Währung bekommt man alles, mit der anderen viel für nichts oder auch nichts für viel.

CUC sind Peso Convertible und eine Art Ersatz-Devisenwährung, die direkt an den Wert des US-Dollars gekoppelt ist – und mit der man auf Kuba alles kaufen kann. Hotels, Casas, (Touristen-)Restuarants, Transporte – ausschließlich in CUC zahlbar. Ebenso viele Artikel im Supermarkt, die für die meisten Kubaner somit nicht mehr finanzierbar sind.

CUP bedeutet Peso Cubanodie wahre einheimische Währung. Mit dieser kann man einheimische Grundnahrungsmittel bezahlen, in lokalen Restaurants, an Straßenständen (bspw. Kuba-Pizza) und Kiosken. CUP sind gerade mal 1/25 CUC wert, da kann man verstehen, dass man kaum etwas dafür bekommt. In Touristenrestaurants und manchen Supermärkten kann man mit dieser Währung allerdings oft nicht bezahlen.

In den meisten Supermärkten kann man auch mit CUP zahlen, bekommt aber oft den schlechteren Preis. Es ist eine Währung die auf Kuba kaum einer möchte. Dennoch macht es Sinn, ein paar CUP in der Tasche zu haben. Denn während an Straßenständen das Essen zwischen 10-20 CUP (0,30-0,60€) kostet, würde man immer mindestens 1 CUC zahlen (ca. 0,9€). Klingt zwar nach nichts, summiert sich aber ordentlich. Achtet beim Bezahlen darauf, ob der Preis in CUP oder CUC angegeben ist; manchmal verlangt man auch gerne mal die lukrativere CUC-Variante. Die klassische Kuba-Pizza gibts übrigens schon ab 8 CUP (~30 Cent!). Nicht die beste, definitiv aber das billigste, was man auf Kuba essen kann.

Kuba-Pizza – klassisch zusammengeklappt in der Plastiktüte serviert

Wie kommt man an Geld?

Ich würde auf Kuba definitiv die Wechselstube bevorzugen. In der Regel bekommt man dort den besseren Wechselkurs als am Geldautomaten. Am besten bringt man ein paar Euro mit (natürlich nur so viel, dass man sich noch wohl fühlt).

Am Flughafen Varadero haben wir nur das nötigste für die ersten Tage gewechselt, denn der Kurs war relativ mies; wie auch vieles andere in Varadero einfach überteuert. In Trinidad haben wir einen Großteil zu gutem Kurs in CUC gewechselt und auch für 50 Euro CUP gekauft. Diese Summe hat uns problemlos für fast drei Wochen gereicht! Je nach Reisestil können auch erst mal 20 Euro in CUP ausreichen. Habt einfach ein Auge auf den jeweiligen Wechselkurs und wenn er gut ist, schlagt zu. Auch als Touristen könnt ihr ohne Probleme CUP umtauschen und damit bezahlen. Auch wenn man euch etwas anderes erzählt.

Alternativ könnt ihr natürlich auch am Geldautomaten CUC abheben. Das hat in Havanna problemlos funktioniert, zuvor kamen wir mit unserem Mitgebrachten aus. Der Wechselkurs an den Geldautomaten ist ein wenig schlechter als Euro in der Wechselstube zu tauschen. Zum Abheben können wir Euch die kostenlose Visa-Karte der Santander* empfehlen, diese nutzen wir selbst und ihr könnt euch im Nachhinein sogar die Automaten-Gebühr erstatten lassen.

Dollar oder Euro?

Dollar mitzubringen lohnt sich auf keinen Fall, das ist längst überholt. Möchte man Dollar tauschen, werden erst einmal 10% abgezogen! Einfach so. Das ist teuer und sinnlos. Spart euch also die Mühe erst Dollar aufzutreiben. Euro mögen die Kubaner sehr viel lieber. Generell kann man auf Kuba auch mit Euro bezahlen, ihr solltet euch aber im Klaren darüber sein, dass ihr dann mehr zahlt. Insbesondere in Touristenzentren wie Varadero bietet man die Zahlung in Euro gerne an; so verdient man leicht ein bisschen extra. Der Umrechnungskurs ist dabei recht „flexibel“. Generell auf ganz Kuba gilt: Zahlt man in Euro, zahlt man drauf. Für den Notfall ist das aber nicht schlecht zu wissen.

Sorry, wir sind ausverkauft

Wollt ihr dringend Geld wechseln, solltet ihr das unbedingt Vormittags tun. Als wir am Nachmittag in Trinidad endlich eine Wechselstube gefunden hatten, sagte der nette Mann lächelnd, dass es heute kein Geld mehr gäbe – wir sollten doch am nächsten Morgen wieder kommen. Zum Glück fanden wir drei Blöcke weiter eine andere Wechselstube, die noch Geld hatte. Also lieber nicht bis zum letzten Moment warten.

Kiosk auf KubaKeine Wechselstube, aber wann es auf Kuba was gibt, weiß man nie so recht…
  • Kommt man auch ohne Spanisch auf Kuba zurecht?

Wer Spanisch spricht muss die Kubaner nicht unbedingt verstehen. Wer wenig spanisch spricht noch viel weniger. Und wenn selbst ein Spanier ratlos dreinblickt, dann weiß man, dass man auf Kuba ist! Spanisch ist die Landessprache und außerhalb Varaderos braucht man gar nicht erst erwarten, dass die Menschen Englisch sprechen. Außer vielleicht in Havana hier und da. Und in einigen guten, teureren Restaurants. Das war’s dann aber auch schon.

Es macht also wirklich, wirklich Sinn, zumindest ein paar Wörter Spanisch zu können. Ansonsten ist es echt zäh! Von meinem paar Monaten Barcelona ist nicht mehr soo viel hängen geblieben, aber zumindest das nötigste. Wir sind weder verhungert, noch haben wir irgendetwas nicht gefunden. Oft hätte ich mich aber gerne einfach mehr mit den Menschen unterhalten. Viele Casa-Besitzer haben sich wirklich Mühe gegeben und langsam (also nicht im Maschinengewehrtempo) und vor allem deutlich gesprochen. Dann hat das auch immer gut geklappt. Andere hatten allerdings so einen krassen Dialekt, dass ich nicht mal die einfachsten Wörter verstanden habe. Einmal trafen wir Spanier und selbst die haben den netten Taxifahrer kaum verstanden.

  • Wie sicher ist Kuba?

Kuba ist ziemlich sicher. Das ist zumindest unser Gefühl; wir hatten keinerlei Probleme oder Bedenken. Natürlich gilt hier (wie auch überall anders), dass man nicht unbedingt in der Dunkelheit, Wertgegenstände-schwenkend durch die fragwürdigsten Viertel laufen sollte. Wir waren auch nachts in Havanna unterwegs und haben uns nie unsicher gefühlt; in den kleinen Orten wie Vinales oder Trinidad schon gar nicht. Bei den meisten Häusern stehen sogar die Haustüren zu jeder Uhrzeit weit offen. Vermutlich sorgt die nachbarschaftliche Überwachung für Ordnung (92% der Kubaner sind in der „Nachbarschaftsorganisation“ CDR, dem Komitee der Verteidigung der Revolution). Man kann sich auf Kuba zu zweit relativ bedenkenlos bewegen, tagsüber war ich als Frau auch mal alleine unterwegs, abends wäre ich (wie auch in jedem anderen Land) etwas vorsichtiger.
Taschendiebstahl und Trickbetrügereien gibt es natürlich auch auf Kuba, ist aber bei weitem nicht so sehr verbreitet wie in anderen Ländern. Wir haben stattdessen viel häufiger gehört, dass Reisenden ihre (Marken-) Flip Flops am Strand geklaut wurden. Das größte Risiko empfanden wir tatsächlich darin, abgezockt zu werden; am ehesten im Supermarkt (fehlendes Wechselgeld, 4 Produkte abgerechnet statt 3), im Restaurant oder beim Taxi fahren.

Was du noch für deine Reise nach Kuba wissen solltest? Hier geht’s zum Artikel mit den wichtigsten 5 Tipps für eine Kubareise

2019-03-03T18:18:48+01:000 Kommentare

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